QUEERFILM BREMEN - Monatsprogramm September 2020

 

Monatsmail queerfilm festival Bremen

Filme im September 2020

herz



 

Die Ungewissheit hat ein Ende ....

... das queerfilm festival Bremen 2020 findet statt!!!!

Vom 06. - 11. Oktober steht Bremen wieder im Zeichen des queeren Films abseits des gängigen Mainstreams. 

Zwar wird Corona-bedingt manches anders sein als sonst, wie z.B. Anzahl der Filme und die Art und Weise, in der Ihr eure Tickets reservieren könnt, aber manches bleibt auch (fast) unverändert.

Die letzten Planungen und Vorbereitungen laufen noch - genauere Informationen findet Ihr in dem Programmheft, das ab Mitte September in vielen Szenetreffs ausliegen wird, sowie dann auch auf der Homepage des queerfilm festivals. 

Eines sei aber schon jetzt verraten: Auch dieses Jahr beginnt das Filmfest mit dem allseits beliebten Kurzfilm-Abend.

 

Um euch die Wartezeit bis zum Festival zu versüßen, hat das Team des CITY 46 im September zwei besondere Schmankerl  für euch:

Futur Drei / QUEERFILMNACHT

D 2019, Regie: Faraz Shariat, mit Benjamin Radjaipour, Hadi Khanjanpour, Knut Berger, Maryam Zaree, 92 Min., teilw. farsi OmU

Parvis wächst in Hildesheim in komfortablem Wohlstand auf. Seine aus dem Iran eingewanderten Eltern haben sich den in 30 Jahren hart erarbeitet. Das langweilige Provinzleben versucht er durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves bunter zu machen. Nach einem Ladendiebstahl muss Parvis Sozialstunden als Übersetzer für geflüchtete Menschen leisten und lernt dort die iranischen Geschwister Banafshe und Amon kennen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, da sie alle auf unterschiedliche Weise nicht in diesem Land zu Hause sind.
In seinem queeren und autobiografischen Regiedebut erzählt Faraz Shariat sensibel und witzig vom Aufwachsen und Zusammenleben mehrerer Generationen im Einwanderungsland Deutschland. Ein kraftvolles Plädoyer für Diversität. Ausgezeichnet auf der Berlinale 2020 mit zwei Teddys, u.a. Bester Spielfilm, und als bester Nachwuchsfilm bei den First-Steps-Awards 2019.

"Faraz Shariat ist mit „Futur Drei“ ein Film gelungen, der das Herz am rechten Fleck hat und einen sehr wertvollen Beitrag zum aktuellen Flüchtlings-Diskurs beiträgt. Dabei ist er erfrischend lustig, ungewohnt unbeschwert und verliert seine wichtige, anti-rassistische Message trotzdem nie aus dem Auge: die Zukunft gehört uns!" (Uncut Movies)

Das Ergebnis ist beeindruckend. Nicht nur der vielschichtigen Perspektiven wegen, die zeigen, dass deutscher Film auch anders kann als heteronormative Geschichten weißer Figuren zu erzählen. Auch die visuelle Ästhetik macht Futur Drei außergewöhnlich. Halb Musikclip, halb dokumentarisches Homevideo wächst der Film noch während der Handlung – bis er am Ende ein echtes Arthouse-Meisterwerk wird." (Zeit online, ze.tt)

Termine:
Fr 25.9. / 20:00 mit Hauptdarsteller Benjamin Radjaipour & weiteren Gästen
Fr. 18.9., Do. 24.9., Sa. 26.9., Mo. 28.9. + Mi. 30.9. / 20:00
So. 27.9., Di. 29.9. / 17:30

 

Der Prinz und der Dybbuk /
Gewinner des 18. Bremer Dokumentarfilm Förderpreises

P/D 2017, Regie: Elwira Niewiera & Piotr Rosołowski, 82 Minuten,  OmU

Sein Leben begann 1904 in der Ukraine als Sohn eines jüdischen Schmiedes und endete 1965 in Italien als Katholik und Prinz. Moshe Waks alias Michał Waszyński war in den 1930er Jahren einer der renommiertesten Regisseure Polens; zu seinen berühmtesten Werken gehört der in Jiddisch gedrehte „Der Dibuk“ ("Der Dybbuk", PL 1937), ein im Milieu jüdisch-polnischer Kleinstädte spielendes Familien- und Liebesdrama. Während des 2. Weltkriegs flüchtete Waszyński aus Polen und wurde in Italien Produzent großer Hollywoodfilme wie „Der Untergang des römischen Reichs“ (1964). Als Michal Waszynski 1965 starb, wurde er in Rom pompös beigesetzt, sogar die Wochenschau berichtete darüber. Für ihr Porträt dieses menschlichen Chamäleons, das mit großem Geschick seine jüdische Herkunft und seine Homosexualität verschleierte, um Intoleranz und Antisemitismus zu entgehen, wurden Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski 2017 in Venedig mit dem Löwen für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Interview mit Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski, Februar 2019:
Niewiera: "Der Film gewinnt in diesen Zeiten an Aktualität. Er erzählt von einer Realität, die es vielen nicht erlaubt, man selbst zu sein – wegen Abstammung, Hautfarbe, Religion oder sexueller Ausrichtung. In Polen sind in den letzten Jahren die Geister der Intoleranz erwacht. Die Politik stürzt sich auf nationale Begriffe und es zeigt sich, dass der Antisemitismus tief in uns steckt."
Sabrina Pohlmann, www.sissymag.de

"Auch wenn »Der Prinz und der Dybbuk« der Biografie von »Mike« folgt, ist der Film kein simpler filmkundlicher Dokumentarfilm, der Fakt an Fakt reiht. Er montiert sein Material zu einem berührenden Essay über Identität und Illusion. Und europäische Geschichte. Archivaufnahmen aus den Shtetln Osteuropas erinnern daran, dass es diese Welt nicht mehr gibt und die Menschen aus den Filmen von den Nazis umgebracht wurden."
Rudolf Worschech, www.epd-film.de

"Die Regisseure Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski unternehmen gar nicht erst den Versuch, Waszyńskis Leben mit den Mitteln des klassischen biografischen Dokumentarfilms zu entschlüsseln, auszudeuten und perfekt auszuleuchten. Lücken werden nicht kaschiert, sondern benannt, und wenn einem Waszyński am Ende nicht etwa „nahegebracht“ wurde, sondern ganz im Gegenteil zu einer fast noch rätselhafteren Figur geworden ist, dann ist das kein bug, sondern ein feature."
Lukas Förster, www.sissymag.de

Termine:
Di. 19.9. / 20:00 Bremer Premiere mit Filmemacherin Elwira Niewiera
Mi. 20.9. / 20:00
Do. 24.9., Sa. 26.9., Mo. 28.9. + Mi. 30.9. / 20:30
Fr. 25.9., So. 27.9. + Di. 29.9. / 18:00

 

Achtung!

Wegen der Corona-Verordnung ist die Sitzplatzzahl im CITY 46 deutlich begrenzt. 
Reserviert euer Ticket am besten online über das Cinetixx-Portal des CITY 46 oder nutzt alternativ die weiteren Reservierungsmöglichkeiten des Kinos. 

Natürlich hat das CITY 46 ein Sicherheitskonzept erarbeitet, um euch und die Mitarbeiter*innen des Kinos vor einer Infektion zu schützen. Nähere Informationen findet Ihr auf der Homepage des CITY 46 unter  Sicherheitskonzept.


 

zu sehen im: CITY 46 // Birkenstr. 1 - 28195 Bremen //
Telefon: +49 421 957 992 90 // tickets@city46.de
   
viel Spaß im Kino und herzliche Grüße
vom queerfilm-Team

 
 
 
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