queerfilm festival Bremen

Sprache / Language

das schwul-lesbisch-trans* Filmfestival in Bremen

23. queerfilm festival Bremen

Danke!

Sechs großartige, aufregende, anstrengende, eindrucksvolle Festivaltage sind wie im Flug vergangen.

Ausgebuchte Vorstellungen, große Gefühle auf der Leinwand und in den Kinosesseln, zauberhafte Losfeen, ausgelassene Stimmung in der queerfilm bar...

Hinter uns liegt ein turbulentes, arbeitsreiches Vorbereitungsjahr, und wir freuen uns riesig, dass daraus ein so wunderbares Festival entstanden ist.

Danke, dass ihr dabei wart! Hier ein kleiner Film-Rückblick:

Film: Das war das 23. queerfilm festival


Film: Judith Ahlers
Musik: Spectrum (Subdiffusion Mix) by Foniqz is licensed under a Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 International License.

 

Und das war das 23. queerfilm festival Bremen...

 Publikumspreis

1. Platz: Margarita, With A Straw, Spielfilm von Shonali Bose, Indien 2014

2. Platz: Queen of Amsterdam, Spielfilm von Tim Oliehoek, Niederlande 2013

3. Platz: Weekends, Dokumentation von Dong-ha Lee, Korea 2016

Danke für all die fleißig ausgefüllten Stimmzettel. Wir freuen uns über eure tollen Bewertungen unserer diesjährigen Filme!

 

Kurzfilme

Der lange Kurzfilm-Eröffnungsabend

 

Spielfilme

AWOL | USA 2016

Barash | Israel 2015

Boy Meets Girl | USA 2014

Esteros (Vorfilm: Viktor) | Argentinien 2016

Kater | Österreich 2016

Margarita, with a Straw | Indien 2014

Queen of Amsterdam | Niederlande 2013

Women Who Kill | USA 2016

 

Dokumentation

FtWTF - Female to What The Fuck | Österreich 2015

Gender Troubles: The Butches | USA 2015

KIKI - Queerscope Debütfilmpreis | Schweden/USA 2015

Strike A Pose | Niederlande/USA 2016

Third Person | Israel 2015

Weekends | Korea 2016

 

Danke

Das 23. queerfilm festival wurde präsentiert in Zusammenarbeit mit dem City46 - Kommunalkino Bremen e.V.

und mit der Unterstützung von:

Danke außerdem an unsere Gäste; Chi-Chi Mizrahi der stellvertretend für Regisseurin Sara Jordenö zur Vorführung von KIKI nach Bremen gekommen ist, und Cordula Thym, eine der Regisseur*innen von FtWTF - Female To What The Fuck.

 

Third Person

Freitag, 14.10.2016, 18:00 Uhr

Israel | 2015 | Regie: Sharon Luzon | 54 Min. |

Hebräische OF mit englischen (voraussichtlich auch deutschen) Untertiteln

Das Gefühl, anders zu sein, begleitete Suzan bereits ihr Leben lang, ohne dass sie je erklären konnte, weshalb. Als sie mit 35 beschließt, durch künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen, erhält sie Einblick in ihre eigene Krankenakte: „5 Monate alter Junge, geboren mit männlichen und weiblichen Genitalien.“ Ihre Eltern hatten damals beschlossen, ihr Kind operieren und als weiblich eintragen zu lassen. Was mit einer Suche nach der eigenen Identität beginnt, führt schon bald zum Engagement für die Rechte Intersexueller und gegen das medizinische Standardvorgehen in Israel, das von Familien intersexueller Kinder eine Entweder-Oder-Entscheidung erwartet. So lernt Suzan Ofer kennen, einen in Spanien geborenen Juden, dessen religiöse Familie seine Intersexualität akzeptierte und sich gegen eine Operation entschied, um ihn stattdessen aufwachsen und seine eigenen Entscheidungen treffen zu lassen.
Seite an Seite erzählt Sharon Luzons Film die Geschichten zweier Menschen, die sich auf den Weg zu gesellschaftlicher Veränderung machen.

Dieser Film wird im Doku-Doppel mit GENDER TROUBLES: THE BUTCHES präsentiert von

Gender Troubles: The Butches

Freitag, 14.10.2016, 18:00 Uhr

USA | 2015 | Regie: Lisa Plourde | 54 Min. | Englische OF mit deutschen Untertiteln

Während die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft heute allgemein größer ist als früher, endet sie häufig da, wo Männer sich nicht „männlich“ und Frauen sich nicht „weiblich“ verhalten – und dies selbst in der queeren Community. GENDER TROUBLES will realistische und positive Bilder von Butches zeigen, die in den Medien auch heute noch kaum zu finden sind. In offenen und persönlichen Interviews werden Frauen porträtiert, die oft darum kämpfen müssen, als solche angesehen zu werden; Butch Lesben, die allesamt Erfahrungen mit gesellschaftlicher Verurteilung oder Ablehnung gemacht haben und oftmals einen weiten Weg gehen mussten, um sich selbst zu akzeptieren und wertzuschätzen.

„Es war mir ein großes Bedürfnis, diesen Film zu machen,“ sagt Regisseurin Lisa Plourde, die als Butch Lesbe lange das Gefühl hatte, allein mit ihren Empfindungen zu sein: „Ich will nicht, dass andere Butches, besonders die jüngeren, das Gefühl haben, sie müssen da auch ganz alleine durch.“


Dieser Film wird im Doku-Doppel mit THIRD PERSON präsentiert von

Barash

Donnerstag, 13.10.2016, 18:00 Uhr

Israel | 2015 | Regie: Michael Vinik | mit Sivan Noam Shimon, Hadas Jeid Sakuri | 83 Min. |

Hebräische OF mit deutschen Untertiteln

Die 17-jährige Naama Barash ist äußerlich unangepasst und hat immer schnell einen flotten Spruch parat. Sie liebt Alkohol, Drogen und hängt gerne mit ihren Freundinnen ab: Barash ist auf der Flucht vor einem ödem Schulalltag und einem Zuhause, in dem Streit an der Tagesordnung ist. Auch ihre Schwester sucht ihr Glück weit ab von der Heimat und geht zur Armee, wo sie jedoch eines Tages unerklärlicherweise verschwindet. Und dann kommt ein neues Mädchen in die Schule. Barash fühlt sich sofort zu der rebellischen Außenseiterin hingezogen und die beiden verbringen von nun an viel Zeit gemeinsam; weit ab von Schule und Verpflichtungen versinken sie im Nachtleben von Tel Aviv. Die Leidenschaft ihrer ersten Liebe ist eine intensive Erfahrung, die für die Teenagerin alles verändert...

Gut photographiert erzählt der Film einfühlsam von der inneren Erlebniswelt Jugendlicher in der rigiden und gleichzeitig freizügigen modernen Gesellschaft Israels. So nebenbei vermittelt der Film Einblicke in das queere Nachtleben in Tel Aviv, in die Armee als Ausstiegs-/Aufstiegsinstitution, die Unmöglichkeit von israelischpalästinensischer Liebe und einen Generationskonflikt, der international ist.

Strike A Pose

Freitag, 14.10.2016, 22:30 Uhr

Niederlande/USA | 2016 | Regie: Ester Gould, Reijer Zwaan | mit Luis Camacho, Oliver Crumes, Salim Gauwloos | 83 Min. |

Englische OF (voraussichtlich mit deutschen Untertiteln)

Auf ihrer kontroversesten Tour, der „Blond Ambition Tour“, wurde Madonna 1990 von sieben männlichen Tänzern begleitet – sechs davon schwul, einer hetero. Die  talentierten Jungs kamen unter anderem aus New Yorks schwuler Underground-Tanz-Szene, von der Madonnas Hit „Vogue“ inspiriert war. Hinter den Kulissen der Tour entstand der Dokumentarfilm „Truth or Dare“ (aka „In Bed with Madonna“), der sehr private Einblicke in das Miteinander von Madonna und ihren Tänzern gab und für sehr viel Aufruhr sorgte. Madonna, die Oral-Sex mit einer Flasche hat, und Männer, die sich freizügig küssen, schockierten. Dies machte die Jungs in dieser Zeit jedoch zu Ikonen in der Schwulenszene.
25 Jahre später blicken sie zurück auf das Leben während und nach der Tour und reflektieren diese Zeit und deren Folgen. So schnell der Ruhm kam, so bald war er auch wieder vorbei. STRIKE A POSE offenbart herzerwärmende Backstage-Stories über sieben Menschen, deren Geschichte normalerweise häufig unerzählt bleibt. Eine dramatische und rührende Dokumentation, über die Courage zu sein, wer man ist.

 

Der Film wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von

FtWTF - Female to What The Fuck

Sonntag, 16.10.2016, 16:00 Uhr

Österreich | 2015 | Regie: Katharina Lampert und Cordula Thym | 92 Min.

„Wie ist man irgendwie... ein Mann und trotzdem super?“ FtWTF beginnt dort, wo andere Dokumentarfilme, die sich mit Trans*biografien beschäftigen, oft enden. Der Film untersucht die Gratwanderungen und Bruchlinien, an denen Geschlecht vor, während, nach oder abseits dessen entsteht, was in der öffentlichen Wahrnehmung gemeinhin als der Weg der Geschlechterangleichung gesehen wird. Der Versuch eines Lebens jenseits binärer Geschlechterkonstruktionen, das in Frage Stellen heteronormativer Lebensmodelle, die Suche nach einer lebbaren Männlichkeit, die man mit der eigenen Trans*Geschichte vereinbaren kann und die Reibungsflächen in einer queerfeministischen Community – all das sind Themen in FtWTF. Aber auch das Überwinden von Trauer, das Beenden von Lebensabschnitten und das immer wieder Neu-Anfangen, denn ein endgültiges Ankommen gibt es nie.
Mit dem Verzicht auf stereotype Erzählelemente bricht das Regieduo, Katharina Lampert und Cordula Thym, mit dem oft erzählten Narrativ „im falschen Körper geboren“ zu sein. Stattdessen zeichnet der Film ein realitätsnahes Bild heutiger Geschlechtertransformationen, das ohne voyeuristische Blicke, Tragik und Pathos auskommt, politisch analysiert und feministisch informiert. Eine Dokumentation, die bis zur letzten Minute spannend bleibt.

Kater

Sonntag, 16.10.2016, 18:00 Uhr

Österreich | 2016 | Regie: Händl Klaus | mit Lukas Turtur, Philipp Hochmair | 114 Min.

Andreas und Stefan leben mit ihrem Kater Moses wie im Paradies. Sie bewohnen ein schönes, altes Haus in den Wiener Weinbergen und arbeiten als Disponent und Musiker im selben Orchester. Die Leidenschaft für die Musik, der große Kollegen- und Freundeskreis und ihr pelziger Gefährte prägen den Alltag der beiden Männer. Gerade wenn die Zuschauerschaft es kaum noch erträgt, bei so viel harmonischer Glückseligkeit zuzuschauen, präsentiert der Regisseur eine überraschenden Plotidee. Danach wird alles anders, Skepsis und Entfremdung bestimmen von nun an den Beziehungsalltag und stellen eine nur schwer überwindbare Hürde dar. Kann Andreas sein Misstrauen überwinden und an der Liebe zu Stefan festhalten?

Händl Klaus inszeniert die Vertreibung zweier Liebender aus dem Paradies. Mit viel Feingefühl für die männliche Seele erzählt er dennoch eine allgemeingültige Beziehungsgeschichte von der Fragilität der Liebe. Die Darsteller Philipp Hochmair und Lukas Turtur sind zwei Theatertiere, die mit ihrem naturalistischen Schauspiel noch jede/n zu Tränen gerührt haben, die/der sich je auf Beziehungen eingelassen hat.
KATER hat den Teddy der Berlinale 2016 bekommen. Aus der Jury-Begründung: „Ein packender und verwirrender Film, der zum Nachdenken anregt und das Publikum auch lange nach Verlassen des Kinos nicht loslässt.“

Weekends

Mittwoch, 12.10.2016, 18:00 Uhr

Republik Korea | 2016 | Regie: Lee Dong-ha | 98 Min. |

Koreanische OmU (englisch, voraussichtlich auch deutsch)

Seit 2003 gibt es ihn – den schwulen G-Voice Männerchor in Seoul. Die Mitglieder haben unterschiedliche Hintergründe und Lebensgeschichten, doch sie alle eint die Liebe zur Musik und sie alle schöpfen Kraft aus der Gemeinschaft. Denn in Südkorea ist es nicht einfach, schwul zu sein; die Gesellschaft ist von Homophobie geprägt und Anfeindungen gehören zur Tagesordnung.
Als eine Art Gegenpol zu dieser gesellschaftlichen Realität, thematisiert der Chor den homosexuellen Alltag auf humorvolle und intelligente Weise. Für das zehnjährige Jubiläum planen die Mitglieder ihr erstes großes Konzert, mit anspruchsvollen Arrangements, kreativen Choreographien und vielen neuen Stücken. Das stellt die Amateursänger vor große Herausforderungen, denn bei manchen ist der Enthusiasmus größer als die Stimmsicherheit.

Weekends begleitet den Chor auf den Proben und erzählt die höchstpersönliche Geschichte ihrer Mitglieder. Dabei gibt der Film fast beiläufig einen Einblick in das schwule Leben in Südkorea. Die Musikstücke von G-Voice, vorgetragen im Stile schicker Musikvideos, kommentieren die Erfahrungen der Männer mit der Gesellschaft, mit ihren konservativen Familien und schwuler Lebensfreude.

Boy Meets Girl

Donnerstag, 13.10.2016, 20:30 Uhr

USA | 2014 | Regie: Eric Schaeffer | mit Michael Welch, Michelle Hendley, Alexandra Turshen | 95 Min. |

Englische OmU (englisch, voraussichtl. auch deutsch)

Im Mittelpunkt dieser romantischen und leichtfüßigen Vierecksgeschichte steht die hübsche und selbstbewusste Transfrau Ricky, die gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder unter einem Dach lebt. Sie träumt davon, als Modedesignerin das Leben in der Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist, hinter sich zu lassen und endlich einen interessanten Mann kennenzulernen. Doch dann trifft sie auf Francesca, eine feminine Frau. Francesca ist neugierig und sucht Rickys Nähe. Die beiden verbringen gemeinsam viel Zeit und es entsteht schnell eine intensive Beziehung, sowohl freundschaftlich als auch darüber hinaus. Eigentlich ist Francesca jedoch mit David verlobt, der gerade in Afghanistan dient und den ein dunkles Geheimnis mit Ricky verbindet. Und dann ist da Robby, Rickys engster, aber bisher rein platonischer, Freund aus Kindertagen. In ihm wird durch Rickys Beziehung zu Francesca ein bisher unbekanntes Gefühl geweckt. Eifersucht.
Mit seiner positiven Darstellung fließender Sexualitäten und sexueller Identitäten hat dieser warmherzige Film mit Happy-End zu Recht bereits auf diversen queeren Filmfestivals den Publikumspreis gewonnen. Wer queere romantische Geschichten liebt, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen!

 

Der Film wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von

Der lange Kurzfilmeröffnungsabend

Dienstag, 11.10.2016, 19:30 Uhr


B. | D 2015 | Regie: Kai Staenicke | 15 Min. |

Ist ein Leben als Barbie an der Seite von Ken erstrebenswert? Ein Puppenfilm aus Deutschland gibt unmissverständlich Antwort.



The Orchid | Spanien 2016 | Regie: Ferran Navarro-Beltrán | 3 Min. | Spanisch mit deutschen Untertiteln

Wie oute ich mich gegenüber meinem erwachsenen Sohn? Nichts leichter als das – sofern der Sohn erreichbar ist ...


La Cigale Et La Fourmi | D 2016 | Regie: Julia Ritschel | 15 Min. |

Literatur hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Eine Schülerin tritt den Gegenbeweis an und lässt ihre Französischlehrerin nachdenklich werden.


Parting | UK 2016 | Regie: Dimitris Toulias | 10 Min. | Englisch mit deutschen Untertiteln

Selbst eine lebenslange Liebe endet irgendwann und es wird Zeit, Abschied zu nehmen. Diese Erfahrung muss auch George machen.

Xavier | Brasilien 2016 | Regie: Ricky Mastro | 14 Min. | Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

Nicolas spürt, dass sein 11-jähriger Sohn auf Jungs steht. Wie gut, dass Nicolas eine Gitarre hat und singen kann!


Moms On Fire | Schweden 2016 | Regie: Joana Rytel | 13 Min. |


Fröhliche, gutgelaunte Mütter – wer kennt die nicht aus der Fernsehwerbung? Aber es geht auch anders...

 
Roxanne| UK 2016 | Regie: Paul Frankl | 14 Min. | Englisch mit deutschen Untertiteln

Transfrau Roxanne arbeitet als Prostituierte in London. Durch die Begegnung mit einem von seiner Mutter im Stich gelassenen Mädchen lernt sie eine ganz neue Seite an sich kennen. 

 

Tomgirl | USA 2015 | Regie: Jeremy Archer Lynch | 14 Min. | Englisch mit deutschen Untertiteln

Jake ist 7. Jake liebt Eishockey. Jake trägt gerne Mädchenkleider. Seine Eltern finden das super.

 

AWOL (Absence Without Leave)

Samstag, 15.10.2016, 22:30 Uhr

USA | 2016 | Regie: Deb Shoval | mit Lola Kirke, Breeda Wool | 85 Min.

Englische OmU (englisch, voraussichtl. auch deutsch)

Ein Aushilfsjob in einem Eiswagen auf dem Rummelplatz, das ist der jungen Joey zu wenig, sie träumt von einem besseren und selbstbestimmten Leben. Um dieses Ziel zu erreichen, verpfl ichtet sich Joey beim Militär; denn nach dem Militärdienst winkt die Möglichkeit, ein College zu besuchen. Doch dann trifft sie auf Rayna, Mutter von zwei kleinen Kindern und Frau eines Truckfahrers, in die sie sich prompt verliebt. Als diese ihre Gefühle erwidert, geraten alle ihre Zukunftspläne ins Wanken. Können die beiden Frauen gemeinsam ein glückliches Leben führen, und wird Rayna tatsächlich den Schritt wagen und ihren Mann verlassen?
Inwieweit bestimmen gesellschaftlicher und finanzieller Status unsere Chancen und Möglichkeiten? Die junge Regisseurin Deb Shoval begleitet in ihrem Debütfilm AWOL („Absence without Leave“) Joey und Rayna auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück und stellt hierbei die Frage, ob der amerikanische Traum nur ein Mythos ist oder doch Realität werden kann. Der Film gibt dabei, nicht zuletzt wegen der überzeugenden schauspielerischen Leistungen seiner beiden Hauptdarstellerinnen, den Menschen ein Gesicht, die im amerikanischen Film nur selten zu sehen sind: Den weißen Frauen der sogenannten „Unterschicht“.

 

Der Film wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von

Margarita With A Straw

Samstag, 15.10.2016, 20:30 Uhr

Indien | 2014 | Regie: Shonali Bose | mit Kalki Koechlin, Sayani Gupta

100 Min. | Hindi, Englische OmU (englisch, voraussichtl. auch deutsch)

Laila ist aufgrund einer Zerebralparese (Hirnlähmung) auf den Rollstuhl angewiesen und kann sich nur schwer artikulieren. Dennoch strotzt die junge Inderin vor Energie und Lebenshunger. Als sie ein Stipendium für die New Yorker Universität erhält, greift sie beherzt zu und beginnt im Big Apple ein selbstbewusstes und (sexuell) selbstbestimmtes Leben zu führen. Dabei spielen nicht nur ihr Mitstudent Jared, sondern auch die blinde Khanum eine ganz besondere Rolle…
Ist der Körper Gefängnis oder Inspiration? Mit Leichtigkeit und großem Einfühlungsvermögen beschäftigt sich Regisseurin und Co-Autorin Shonali Bose mit schwierigen Themen, die nicht nur in ihrer Heimat Indien tabuisiert sind: Sexuelle Vielfalt und Sexualität von Menschen mit Behinderung. In der Hauptrolle glänzt Kalki Koechlin, die mit ihrer nuancierten und kraftvollen Darstellung der Laila Publikum und Kritiker gleichermaßen egeistert: „Ein Schauspiel-Triumph“ (Times of India).
MARGARITA, WITH A STRAW macht in beeindruckender Weise deutlich: Indisches Kino ist mehr als Bollywood.

KIKI - Queerscope Debütfilmpreis

Sonntag, 16.10.2016, 20:30 Uhr

Schweden/USA | 2016 | Regie: Sara Jordenö | 95 Min. |

Englische OmU (englisch, voraussichtl. auch deutsch)

Vor 25 Jahren machte PARIS IS BURNING die damalige Ballroom-Szene in New York bekannt. Drag-Performances, die als Wettbewerbe zwischen Kontrahent*innen einzelner „Häuser“ ausgetragen werden, existieren noch immer. Für viele minderjährige schwarze LGBT*QI Jugendlichen ist das expressive, oft atemberaubend schrille Voguing eine Möglichkeit persönlicher und politischer Selbstdarstellung. Viele von ihnen sind obdachlos, von ihren Familien verstoßen und finden in den Hausgemeinschaften eine Ersatzfamilie.

Auf tief berührende Weise zeigt die Dokumentation ihren Kampf um Sichtbarkeit und Respekt. Mithilfe ihres Co-Autors Twiggy Pucci Garcon, einem Torwächter der New Yorker „Kiki“-Szene, gelingt der jungen Schwedin Sara Jordenö der Blick hinter die oft grelle, aggressive Fassade der Kontrahenten. Sehr offene, fast intime Aussagen, zeugen von hart erworbener Überlebenskompetenz und verblüffen durch den selbstverständlichen Umgang mit Kategorien wie Heteronormativität und Geschlechterdekonstruktion.
Das empowernde Porträt erhält den erstmalig in diesem Jahr vergebenen Debütfilm-Preis des bundesweiten Festivalverbands Queerscope, dem das queerfilm festival Bremen als Gründungsmitglied seit vielen Jahren angehört. Der Preis wird in Köln vergeben.

 

Mit Gast - weitere Infos folgen.

Esteros (Vorfilm: Viktor)

Samstag, 15.10.2016, 18:00 Uhr

Argentinien | 2016 | Regie: Papu Currotu | mit Ignacio Rogers, Esteban Masturini | 83 Min. |

Spanische OmU (englisch, voraussichtl. auch deutsch)

Matías und Jeronimo sind unzertrennlich – bis Matías‘ Vater mit seiner Familie nach Brasilien zieht. Zufällig begegnen sich die beiden Jugendfreunde Jahre später als erwachsene Männer wieder. Auf dem Weg in das Naturschutzgebiet Esteros, wo sie als Kinder ihre Sommer verbracht haben, müssen sich die Jugendfreunde icht nur ihrer Vergangenheit, sondern auch ihrer Zukunft stellen. Können alte Wunden heilen?
Mit einer poetischen und sinnlichen Bildsprache zeichnet ESTEROS das sensible Porträt zweier Männer, die auf der Suche nach erneuter Nähe sind. Natur und Landschaft werden dabei zum Spiegelbild von Träumen und Sehnsüchten. Durch Rückblenden werden Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander verwoben, sodass eine unterschwellige und intensive Spannung entsteht.

 

Vorfilm: Viktor:

USA | 2016 | Regie: Ann Prim | 11 Min. | Russisch mit deutschen Untertiteln

Vor der Reise nach Argentinien machen wir einen Zwischenstopp bei einer amerikanischrussischen Familie. Viktor ist ganz anders als andere Jungs. Wie gut, dass seine Großmutter ganz anders ist als andere Großmütter!

Women Who Kill

Mittwoch, 12.10.2016, 20:30 Uhr

USA | 2016 | Regie: Ingrid Jungermann | 91 Min. | mit Ingrid Jungermann | Englische OmU (englisch, voraussichtlich auch deutsch)

 

Morgan ist eine bindungsscheue Podcasterin, welche immer noch mit ihrer Exfreundin Jean zusammen in der Wohnung lebt und dort eine gemeinsame, mittel-erfolgreiche Sendung produziert. Zusammen interviewen sie Frauen hinter Gittern und diskutieren in der Sendung darüber, welche die heißeste Serienkillerin aller Zeiten sei. In ihrer lokalen Lebensmittelkooperative trifft Morgan auf die geheimnisvolle Simone, eine junge Frau, welche ihre eigenen morbiden Interessen zu haben scheint und lässt sich trotz aller Warnsignale auf die Unbekannte ein. Doch sie hat die Rechnung ohne ihr Umfeld gemacht, denn besonderes Jean und eine Freundin des Softballteams finden Simones unbekannte Vergangenheit und ihre Faszination zu dem Podcast unheimlich. Während Morgan von Simones Aufmerksamkeit geschmeichelt ist und versucht, sich auf die Beziehung einzulassen, ist sich die eifersüchtige Jean sicher, dass Simone nicht die ist, die sie vorgibt zu sein.
Women who kill ist eine Horror-Komödie, die sich auf spannende Art, trockenem Humor und gruseligen Momenten den Fragen von Vertrauen und Intimität widmet. Der beeindruckende Debutfilm der Regisseurin Ingrid Jungermann wurde beim Tribeca Film Festival für das beste Drehbuch gekürt.

Queen of Amsterdam

Freitag, 14.10.2016, 20:30 Uhr

Niederlande | 2013 | Regie: Tim Oliehoek | mit Alex Klaasen, Peter Faber, Tina de Bruin, Jack Wouterse | 98 Min. |

Niederländische OF mit deutschen Untertiteln

Für Drag-Performer Bertie, Barkeeperin Babette und die Stammgäste Gijs und Rachid ist das „Chez Nous“ im Herzen Amsterdams weit mehr als eine Bar – es ist ihr Zuhause. Die Kneipe mit ihrer herzlichen Atmosphäre, ihren allabendlichen Drag-Shows und ihrem liebenswerten Besitzer Adje wird geschätzt von all jenen, die De Beer, der homophobe Besitzer des Nachbarclubs, als schräge Vögel bezeichnet. Kein Wunder also, dass Adjes Freunde zu allem bereit sind, als sie von dem Schuldenberg erfahren, den er über die Jahre angehäuft hat. Als dann Berties leiblicher Vater Helmer auftaucht, mit beachtlichem Vorstrafenregister und reichlich krimineller Erfahrung, entsteht ein heikler Plan: Im Trubel der Amsterdam Pride sollen Helmer und Bertie eine juwelenbesetze Halskette aus einem Museum stehlen, um das „Chez Nous“ in der Zwangsversteigerung zurückzukaufen. Doch De Beer hat da seine ganz eigenen Pläne. Wird den Freunden der Coup gelingen, bevor er ihnen zuvorkommt?
Eingebettet in die pulsierende Stimmung der Amsterdamer Canal Pride ist die neueste Actionkomödie des niederländischen Regisseurs Tim Oliehoek randvoll mit Spannung à la Mission: Impossible, Familiendrama, Coming-Out-Story, Romantik und sympathischen Charakteren, die einem im Nu ans Herz wachsen.

23. queerfilm festival Bremen

Das 23. queerfilm festival Bremen 

11. - 16. Oktober 2016

Dienstag, 11. Oktober 2016

19.30 Uhr | Der lange Kurzfilm-Eröffnungsabend

Mittwoch, 12. Oktober 2016

18.00 Uhr | Weekends

20.30 Uhr | Women Who Kill

Donnerstag, 13. Oktober 2016

18.00 Uhr | Barash

20.30 Uhr | Boy Meets Girl

Freitag, 14. Oktober 2016

18.00 Uhr | Doku Doppel: Gender Troubles: The Butches / Third Person

20.30 Uhr | Queen of Amsterdam

22.30 Uhr | Strike A Pose

Samstag, 15. Oktober 2016

18.00 Uhr | Esteros (Vorfilm: Viktor)

20.30 Uhr | Margarita, with a Straw

22.30 Uhr | AWOL

Sonntag, 16. Oktober 2016

16.00 Uhr | FtWTF - Female to What The Fuck

18.00 Uhr | Kater

20.30 Uhr |  KIKI - Queerscope Debütfilmpreis

 

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