queerfilm festival Bremen

Sprache / Language

das schwul-lesbisch-trans* Filmfestival in Bremen

Content Warnings

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Der lange Kurzfilm-Eröffnungsabend

Kurzfilm Eröffnungsabend Filmbilder

Dienstag, 19:00 (Location: City 46)

 

93 Min. | Originalsprachen mit deutschen Untertiteln

 

Wir reisen nach Puerto Rico zu LA AMANTE / THE MISTRESS zu einem Wiedersehen zweier Freundinnen und sehen, wie im Alter dem Leben eine neue Richtung gegeben werden kann. In TRIBUNAL steht ein schwuler Mann im Kontext eines Asylverfahrens vor einem australischen Gericht unter Druck, seine Queerness "beweisen" zu müssen. Im Anschluss tauchen wir mit MY BROTHER IS A MERMAID in einer englischen Küstenstadt unter und begegnen zwei Geschwistern, die eine besondere Beziehung teilen. Der Animationsfilm KAPAEMAHU erzählt uns eine hawaiianische Legende über Heilungspraktiken indigener third-gender Māhū-Personen. In BREAKWATER / QUEBRAMAR reist eine Gruppe von Freund*innen aus São Paulo an einen abgelegenen Strand und schafft sich einen Ort von Freiheit und Gemeinschaft. Danach stellt Carey uns sein erstes Date vor: THE ONE YOU NEVER FORGET. GAY AS IN HAPPY verabschiedet uns mit queerer Freude und erzählt von Widerstandsfähigkeit.

Content warning: Beerdigungsszenen (LA AMANTE); Darstellungen von: Anti-Schwarzem Rassismus, physischer Gewalt (TRIBUNAL), Trans*feindlichkeit, Mobbing, Suizidversuch (MY BROTHER IS A MERMAID), kolonialer Gewalt (KAPAEMAHU), Suizid; erwähnter Missbrauch (GAY AS IN HAPPY)

Unsound

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mit Gästen und voraussichtlich Gebärdensprachdolmetschung

Mittwoch, 18:00 (Ort: City 46)

Australien, Vereinigte Arabische Emirate | 2020 | Regie: Ian Watson | 88 Min.
Englisch, Auslan (aust. Gebärdensprache) mit deutschen Untertiteln

Nachdem Noah, Gitarrist und Musiker, von einer Tour nach Sidney zurückkehrt, weiß er nichts mit sich anzufangen. Nach einem Streit mit seiner Mutter sucht er Trost und lernt den leidenschaftlichen Finn in einer Gehörlosen-Bar kennen, die dieser betreibt. Finn, selbst gehörlos, steht vor seiner Transition und ist eigentlich noch gar nicht offen für eine Beziehung. Trotzdem kommen sie sich näher und betreten beide Neuland. Ihre Aufgabe ist es, zwischen Musik und Zeichen eine gemeinsame Sprache zu finden. Dabei müssen sie aufpassen, sich auf ihrem Weg nicht selbst zu verlieren. Crew und Cast dieser australischen Rom-Com sind Teil der Gehörlosen- und/oder LGBTQI*-Community und machen aus der vordergründigen Liebesgeschichte ein facettenreiches Erzählkino.

Inhaltswarnung: Deadnaming

Her Mothers / Anyáim Története

Her Mothers Filmbilder

Mittwoch, 20:30 (Ort: City 46)

Ungarn | 2020 | Regie: Asia Dér, Sara Haragonics | 75 Min.
Ungarisch mit deutschen Untertiteln

Virág und Nóra lernen sich bei politischen Demonstrationen im queer-feindlichen Ungarn kennen. Nach Rückzug aus der Politik beschließen sie, trotz aller Feindlichkeit und Repression ein Kind zu adoptieren und sich ganz auf die Gründung einer Familie zu konzentrieren. Die Regisseurinnen begleiten die beiden Frauen aus nächster Nähe durch den Adoptionsprozess und durch erste Spannungen. Während Virág in ihrer Rolle als Mutter aufblüht, findet Nóra nur schwer ihren Platz in der Familie. Am Ende stehen sie vor einer schwierigen Entscheidung: Soll die kleine Familie dem rechten Druck nachgeben und ihr Land verlassen?

Rettet das Feuer

Rettet das Feuer Filmbilder

Donnerstag, 18:00 (Location: City 46)

 

Deutschland | 2019 | Regie: Jasco Viefhues | 83 Min. |

Deutsch mit englischen Untertiteln

 

Berlin, Beginn der 90er Jahre: Der Künstler Jürgen Baldiga hält die Berliner Szene während der ausufernden Aids-Epidemie fotografisch fest. Er selbst ist HIV-positiv und findet Wege, provokativ und künstlerisch mit dem eigenen körperlichen Zerfall umzugehen, während sein Umfeld nach und nach dem Virus erliegt. Seine Arbeiten machen Baldiga zu einem wichtigen Beobachter und Chronisten einer Zeit, die der Dokumentarfilm einsichtsvoll zutage fördert. Angesichts heutiger therapeutischer und präventiver Möglichkeiten, mit dem HI-Virus zu leben, bietet der Dokumentarfilm des dffb-Absolventen Jasco Viefhues ein bewusstseinstiftendes Zeugnis des erinnerungswürdigen Kampfes für Anerkennung, Sichtbarkeit und ein kollektives Gedächtnis.

Content warning: Abbildungen von Aids-Karziomen

My Name is Baghdad / Meu Nome é Bagdá

My Name is Baghdad Filmbilder

Donnerstag, 20:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

Brasilien | 2020 | Regie: Caru Alves de Souza | 99 Min. |

Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

 

Cap auf und Kamera an: Auf dem Skateboard rollt Bagdá durch São Paulo und lässt sich den Mund nicht verbieten. Bagdá trägt die Haare kurz, abgewetzte Sneaker und Kettchen um den Hals. Obwohl zu Hause nicht immer alles leicht ist, hält der Frauen*-Haushalt zusammen. Gemeinsam wird für die kleinste, von Aliens faszinierte Schwester ein NASA-Bewerbungsvideo gebastelt oder dem Friseursalon von Freund*innen aus der LGBTQI*-Community ein Besuch abgestattet. Wie die Hauptfigur gleitet das Publikum durch den Film. Selbstbewusst, frisch und mit ordentlich Schwung werden die problematischen Seiten der cis-männlich dominierten Skateboarding-Szene angefochten. Am Ende geht es um empowernde Solidarität unter Queers, egal ob mit oder ohne Board!

Content warning: Darstellung von Polizeigewalt, Homo- und Trans*feindlichkeit sowie sexueller Gewalt

Colors of Tobi

Colors of Tobi Filmbilder

Freitag, 18:00 (Location: City 46)

 

Ungarn | 2021 | Regie: Alexa Bakony | 81 Min. |

Ungarisch mit deutschen Untertiteln

 

Tobi und Mama Éva tun sich schwer. Nachdem sich Teenager Tobi als trans*männlich geoutet hat, sieht die Familie sich mit den alltäglichen, bürokratischen und finanziellen Herausforderungen des Transitionsprozesses konfrontiert. Tobi ringt damit, welchen Männlichkeitsidealen er entsprechen will, und weiß nicht so recht, wie es eigentlich nach der Schule weitergehen soll. Éva indes versucht, ihr Kind auf dessen Weg bedingungslos zu unterstützen, stößt dabei aber immer wieder auf innere Konflikte. Liebevoll begleitet Alexa Bakonys Dokumentarfilm die familiären Lebensrealitäten mit Fokus auf Mutter und Teen im rechts-konservativen Ungarn.

Content warning: Deadnaming

Cicada

Cicada Filmbilder

Freitag, 20:00 (Location: City 46)

 

USA | 2020 | Regie: Matthew Fifer, Kieran Mulcare | 96 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

New York, Sommer 2013: Ben, ein junger bisexueller Mann, verbringt seine Tage in Brooklyn und nimmt eine Reihe von Gelegenheitsjobs an, während er nachts bedeutungslose One-Night-Stands hat. Eines Tages trifft er auf Sam, einen schwulen Datenanalysten. Beide kommen sich schnell näher, aber ihre noch junge Beziehung wird durch beiderseits erlebte Traumata schwer auf die Probe gestellt. Ihnen wird schnell klar, dass ihre Beziehung nur überleben kann, wenn sie sich ihren dunklen Vergangenheiten stellen. Cicada ist das Spielfilmdebüt von Matthew Fifer und Kieran Mulcare und basiert auf den Lebenserfahrungen von Matthew Fifer (Regisseur, Drehbuchautor) und Sheldon Brown (Co-Drehbuchautor), die auch die beiden Hauptrollen im Film spielen.

Content warning: Erwähnung von Anti-Schwarzem Rassismus, sexuellen Missbrauch, Darstellung posttraumatischer Belastungsstörung

Voguementary Double

Voguementary Double Filmbilder

Freitag, 22:00 (Location: City 46)

 

LEGENDARY | USA | 2019 | Regie: Raishad M. Hardnett, Cassie Owens, Lauren Schneiderman | 19 Min. |

FABULOUS | Französisch-Guayana | 2019 | Regie: Audrey Jean-Baptiste | 46 Min. |

Originalversionen mit deutschen Untertiteln

 

Zwei mitreißende Kurzdokus heben das Voguing ins Licht der Community-Arbeit und stimmen ein aufs Dancen, Dippen und Arme-Wirbeln: Einen historischen und kulturellen Crashkurs bietet LEGENDARY über die Ballroom-Szene in Philadelphia. Der Film ist Teil eines interaktiven Web-Projekts zum 30-jährigen Bestehen des Philly Ballrooms und wird nur selten im Kino gezeigt. Der zweite Film, FABULOUS, stellt uns den Voguing-Star Lasseindra Ninja vor, der nach Aufenthalten u.a. in New York, Frankreich und Brasilien in die Heimat Französisch-Guayana zurückkehrt und dort erstmals Voguing unterrichtet. Ein Abend voller Selbst-Empowerment, Ausdrucksfreiheit und Musik!

Alice Júnior

Alice Junior Filmbilder

Samstag, 16:00 (Location: City 46)

 

Brasilien | 2019 | Regie: Gil Baroni | 87 Min. |

Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

 

Alice Júnior, YouTuberin, selbstbewusst und charismatisch, lebt in der pulsierenden brasilianischen Großstadt Recife, produziert Videos voller Glitzer, Pop-Samples und Soundeffekten. Doch plötzlich soll damit Schluss sein: Ihr Vater will mit ihr in ein konservatives Städtchen im Süden des Landes ziehen. Das bedeutet für die trans* Teenagerin nur eins: Prüderie und Engstirnigkeit. Aber Alice, gespielt von der Bloggerin Anne Celestino Mota, wehrt sich von Anfang an gegen Repressionen und wirft mit Verve die neuen Mitschüler*innen und Lehrer*innen aus den katholisch gefurchten Bahnen.

Content warning: Trans*feindlichkeit, Mobbing, sexuelle Belästigung

Der Film läuft im Rahmen des 8. Kinder- und Jugendfests KIJUKO auch schon am 9.10. um 20:00.

The Surrogate

The Surrogate Filmbilder

Samstag, 18:00 (Location: City 46)

 

USA | 2020 | Regie: Jerry Hersh | 93 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

Jess erklärt sich bereit, als Leihmutter für ihren besten Freund Josh und seinen Mann Aaron zu fungieren. Nach zwölf Wochen stellt jedoch eine Diagnose das Leben der drei auf den Kopf: Ein pränataler Test ergibt, dass das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit das Down-Syndrom (Trisomie 21) haben wird. Das stellt die Freundschaft der drei auf eine Bewährungsprobe, denn sie müssen eine Entscheidung treffen, die ihr Leben verändern wird. Können die Freund*innen einen Weg finden, mit den Konsequenzen zu leben? Der fast dokumentarisch anmutende Film behandelt politisch aufgeladene Themen wie Rassifizierung, Eugenik, geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung, Behindertenrechte und Abtreibung in einer Komplexität, die selten so umsichtig und ausgewogen auf der Leinwand gezeigt wird.

Content warning: Darstellung von Anti-Schwarzem Rassismus, Ableism, Erwähnung von Abtreibung

Love, Spells and all that / AŞK, BÜYÜ VS.

Love, Spells and all that Filmbilder

Samstag, 20:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

Türkei | 2019 | Regie: Ümit Ünal | 96 Min. |

Türkisch mit deutschen Untertiteln

 

Eren kehrt nach 20 Jahren im Ausland zurück auf ihre Heimatinsel Büyükada, um ihre alte Geliebte Reyhan wiederzufinden. Als Erens Vater, ein einflussreicher Minister, damals von deren geheimen Jugendliebe erfuhr, zwang er sie, im Ausland zu studieren, und ließ Reyhans Familie von der Insel vertreiben. Nach dem Tod ihrer Eltern will Eren ihre alte Liebe wiederhaben, mit ihr fortgehen und ein neues Leben anfangen. Doch Reyhan hat Zweifel an der Echtheit ihrer Gefühle. Das mag an dem Liebeszauber liegen, den sie damals in ihrer Verzweiflung hat aussprechen lassen. Auf der Suche nach der Zauberin, die ihn umkehren soll, kommen sich die beiden wieder näher und erleben die Sommerliebe und die Insel erneut. Ümit Ünals achter Spielfilm ist bis in die Nebencharaktere wohl durchdacht, die als Kommentar auf die gegenwärtige gesellschaftliche Lage der Türkei gelesen werden können. Mit dichten Dialogen und warmen Farben vermittelt er eine sommerlich-melancholische Ambivalenz des Verliebtseins.

Holy Trinity

Holy Trinity Filmbilder

Samstag, 22:30 (Location: City 46)

 

USA | 2019 | Regie: Molly Hewitt | 91 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

Trinity arbeitet als Domina in Chicago. Als sie aus einer mysteriösen Spraydose schnupft, stellt sich eine ihr bisher unbekannte Gabe ein: Sie kann mit den Toten sprechen! Verwirrt sucht sie Rat bei einer Reihe bunter Charaktere (Priester, Drag Queens, Hexen), um deren spirituelle Praktiken zu erlernen. Während sie die Droge immer weiternimmt, verschwimmen Realität und Halluzination. Dennoch wird ihr klar, welche Macht sie nun hat – und welche Verantwortung. Ein artsy-trashy Drogenrausch-Film mit krasser Farbgestaltung und steilen Kostümen und Requisiten, von und mit der queeren Community Chicagos.

Content warning: Darstellung von Drogenkonsum

Halloween Special: auf Queers in Drag wartet eine kleine Überraschung!

Becoming Colleen

Becoming Colleen

Sonntag, 15:30 (Location: City 46)

mit Gästen

 

Australien | 2018 | Regie: Ian W. Thomson | 58 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

Colleen Young war es Zeit ihres Lebens nur möglich, ihr Inneres hinter verschlossenen Türen auszuleben, bis ihre Ehefrau davon erfuhr – und sofort zu ihrer größten Unterstützerin wurde. Mit 82 Jahren, nach dem Tod der Ehefrau, fasst Colleen sich ein Herz und plant endlich ihre Transition. Der Dokumentarfilm berührt die Frage, wie wir Pflege im hohen Alter gestalten wollen und können. Dieses reflektierte und bedächtig arrangierte Portrait begleitet vor allem aber auch eine strahlende Akteurin, die – mit klarem Ziel vor Augen – vorlebt, dass es nie zu spät ist, für sich selbst einzustehen.

Content warning: Deadnaming

Siberia and him

Siberia and him Filmbilder

Sonntag, 17:30 (Location: City 46)

 

Russland/USA | 2019 | Regie: Viatcheslav Kopturevskiy | 77 Min. |

Russisch mit deutschen Untertiteln

 

Der Polizist Dima und sein Schwager Sasha sollen zusammen Sashas Großmutter besuchen, die weitab in Sibirien lebt. Die romantische Beziehung zwischen den beiden ist ein Geheimnis, welches nur einer von ihnen akzeptieren kann. Erst bei der Großmutter angekommen, beginnt Dima, sich zu seinen Gefühlen für Sasha zu bekennen. Die Reise ist lang, und vor dem Hintergrund der wunderschönen sibirischen Landschaft spielt sich eine Geschichte über Liebe und Leiden, die den Spuren der klassischen russischen Poetik nachfolgt. Ein ambitioniertes und kontemplatives Langfilmdebut von Viatcheslav Kopturevskiy, der neben der Regie auch Drehbuch, Produktion, Schnitt und die Hauptrolle des Sasha übernahm.

Content warning: Homofeindliche Sprache, Darstellung von Polizeigewalt, Suizid(-versuch)

Ahead of the Curve

Ahead of the Curve Filmbilder

Sonntag, 19:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

USA | 2020 | Regie: Jen Rainin, Rivkah Beth Medow | 98 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

Der US-amerikamische Dokumentarfilm basiert auf der wahren Geschichte von Franco Stevens, einer der einflussreichsten Frauen der lesbischen Geschichte und Gründungsherausgeberin des Curve Magazine, das meistverkaufte lesbische Lifestyle-Magazin aller Zeiten. Franco Stevens gibt Einblicke in die Gründung, den Aufstieg in den 1990er Jahren und den heutigen Wandel des Magazins. Während ihrer Zeit bei der Zeitschrift half sie dabei, eine Grundlage für viele politische Bewegungen in den USA zu schaffen, die heutige Aktivist*innen weiterführen.

Content warning: Erwähnung von Glücksspiel

Online Programm - 27.10.-7.11.

Falls Ihr keine Möglichkeit habt, vor Ort am queerfilm festival teilzunehmen, bieten wir Euch vier ausgewählte Filme für das private Streaming-Vergnügen an.

Die vier Filme sind innerhalb Deutschlands in der Zeit vom 27.10.– 7.11.2021 auf der digitalen Kino-Plattform des CITY 46 online verfügbar: https://city46.cinemalovers.de

Nach Kauf des digitalen Tickets könnt Ihr den jeweiligen Film für 48 Stunden streamen. Dazu ist eine einmalige Anmeldung (Nutzer*innenname & Passwort) erforderlich. Die VoD-Plattform Cinemalovers arbeitet DSGVO-konform und entwickelt zusammen mit Festivals, Verleihen und (kommunalen) Kinos solidarische Formen digitaler Filmangebote.

Ihr könnt die digitalen Einzeltickets per Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Überweisung bezahlen oder mit einem Monatsabo verbinden und dann auf das gesamte digitale Programm des Kommunalkinos zugreifen.

Aus technischen Gründen können wir hier leider nicht das solidarische Preissystem anwenden und danken für Euer Verständnis. Einzeltickets kosten je 4 €.

Filme im Online Programm:

TOPP 3

Topp 3 Animationsfilm Filmbilder

Online vom 27.10.-7.11.

 

Schweden | 2019 | Regie: Sofie Edvardsson | 45 Min.

Schwedisch mit deutschen Untertiteln

 

So richtig gern mag Anton sich selbst nicht, dafür umso mehr sein behagliches Leben im ländlichen Nordschweden – und David. Die Gefühle beruhen auf Gegenseitigkeit, nur leider sind sie Kilometer voneinander entfernt. Während Anton wenig begeistert sein Wirtschaftsstudium in Stockholm durchsteht, ist David in Japan unterwegs. Nach durchgemachten Nächten im gemeinsamen Chat und Besuchen in Japan und Indien wird klar, es zieht sie in unterschiedliche Richtungen: in die Welt hinaus oder nach Hause. Mit poppigen Farben, knuffi gen Animationen und vielen Listen erzählt das Debüt von Illustratorin Sofie Edvardsson in kurzer Zeit von den Höhen und Tiefen eines Paars, dass einfach keine Antwort auf die Frage findet, wie das gemeinsame Leben aussehen soll.

Ahead of the Curve

Ahead of the Curve Filmbilder

Sonntag, 19:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

USA | 2020 | Regie: Jen Rainin, Rivkah Beth Medow | 98 Min. |

Englisch mit deutschen Untertiteln

 

Der US-amerikamische Dokumentarfilm basiert auf der wahren Geschichte von Franco Stevens, einer der einflussreichsten Frauen der lesbischen Geschichte und Gründungsherausgeberin des Curve Magazine, das meistverkaufte lesbische Lifestyle-Magazin aller Zeiten. Franco Stevens gibt Einblicke in die Gründung, den Aufstieg in den 1990er Jahren und den heutigen Wandel des Magazins. Während ihrer Zeit bei der Zeitschrift half sie dabei, eine Grundlage für viele politische Bewegungen in den USA zu schaffen, die heutige Aktivist*innen weiterführen.

Content warning: Erwähnung von Glücksspiel

My Name is Baghdad / Meu Nome é Bagdá

My Name is Baghdad Filmbilder

Donnerstag, 20:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

Brasilien | 2020 | Regie: Caru Alves de Souza | 99 Min. |

Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

 

Cap auf und Kamera an: Auf dem Skateboard rollt Bagdá durch São Paulo und lässt sich den Mund nicht verbieten. Bagdá trägt die Haare kurz, abgewetzte Sneaker und Kettchen um den Hals. Obwohl zu Hause nicht immer alles leicht ist, hält der Frauen*-Haushalt zusammen. Gemeinsam wird für die kleinste, von Aliens faszinierte Schwester ein NASA-Bewerbungsvideo gebastelt oder dem Friseursalon von Freund*innen aus der LGBTQI*-Community ein Besuch abgestattet. Wie die Hauptfigur gleitet das Publikum durch den Film. Selbstbewusst, frisch und mit ordentlich Schwung werden die problematischen Seiten der cis-männlich dominierten Skateboarding-Szene angefochten. Am Ende geht es um empowernde Solidarität unter Queers, egal ob mit oder ohne Board!

Content warning: Darstellung von Polizeigewalt, Homo- und Trans*feindlichkeit sowie sexueller Gewalt

Love, Spells and all that / AŞK, BÜYÜ VS.

Love, Spells and all that Filmbilder

Samstag, 20:30 (Location: City 46)

Plus Online vom 27.10.-7.11.

 

Türkei | 2019 | Regie: Ümit Ünal | 96 Min. |

Türkisch mit deutschen Untertiteln

 

Eren kehrt nach 20 Jahren im Ausland zurück auf ihre Heimatinsel Büyükada, um ihre alte Geliebte Reyhan wiederzufinden. Als Erens Vater, ein einflussreicher Minister, damals von deren geheimen Jugendliebe erfuhr, zwang er sie, im Ausland zu studieren, und ließ Reyhans Familie von der Insel vertreiben. Nach dem Tod ihrer Eltern will Eren ihre alte Liebe wiederhaben, mit ihr fortgehen und ein neues Leben anfangen. Doch Reyhan hat Zweifel an der Echtheit ihrer Gefühle. Das mag an dem Liebeszauber liegen, den sie damals in ihrer Verzweiflung hat aussprechen lassen. Auf der Suche nach der Zauberin, die ihn umkehren soll, kommen sich die beiden wieder näher und erleben die Sommerliebe und die Insel erneut. Ümit Ünals achter Spielfilm ist bis in die Nebencharaktere wohl durchdacht, die als Kommentar auf die gegenwärtige gesellschaftliche Lage der Türkei gelesen werden können. Mit dichten Dialogen und warmen Farben vermittelt er eine sommerlich-melancholische Ambivalenz des Verliebtseins.

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