QUEERFILM BREMEN - Monatsprogramm Oktober 2020

 

Monatsmail queerfilm festival Bremen

Filme im Oktober 2020

herz



 

queerfilm festival Bremen - bald es geht los!

Vom 06. - 11. Oktober steht Bremen ganz im Zeichen des queeren Kinos. Vieles beim diesjährigen queerfilm festival ist anders als sonst: wir haben zwei Locations, viele Filme werden an zwei Terminen gezeigt, Online-Reservierung ist erwünscht usw.. Doch eines gilt auch 2020: wir zeigen queere Filme, die einen etwas "anderen" Blick auf das Leben zeigen.  

Nähere Informationen zu Filmen, Terminen, Corona-Maßnahmen und Vorverkauf findet ihr unter:

www.queerfilm.de

Zwei wichtige Infos auch hier an dieser Stelle: 

  • Kartenreservierung beginnt am 25. September
  • Am Sonntag (11. Oktober)  läuft um 15:00 h als Zusatztermin der Film OUR DANCE OF REVOLUTION. Der Termin wurde kurzfristig in das Programm aufgenommen und ist in dem Programmflyer, der in Kürze ausliegen wird, nicht angekündigt. 

 

Noch mehr Lust auf queeres Kino? Kein Problem! Denn das Oktoberprogramm des CITY 46 ist prall gefüllt mit queeren Filmjuwelen:  

 

Futur Drei

D 2019, Regie: Faraz Shariat, mit Benjamin Radjaipour, Hadi Khanjanpour, Knut Berger, Maryam Zaree, 92 Min., teilw. farsi OmU

Parvis wächst in Hildesheim in komfortablem Wohlstand auf. Seine aus dem Iran eingewanderten Eltern haben sich den in 30 Jahren hart erarbeitet. Das langweilige Provinzleben versucht er durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves bunter zu machen. Nach einem Ladendiebstahl muss Parvis Sozialstunden als Übersetzer für geflüchtete Menschen leisten und lernt dort die iranischen Geschwister Banafshe und Amon kennen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, da sie alle auf unterschiedliche Weise nicht in diesem Land zu Hause sind.
In seinem queeren und autobiografischen Regiedebut erzählt Faraz Shariat sensibel und witzig vom Aufwachsen und Zusammenleben mehrerer Generationen im Einwanderungsland Deutschland. Ein kraftvolles Plädoyer für Diversität. Ausgezeichnet auf der Berlinale 2020 mit zwei Teddys, u.a. Bester Spielfilm, und als bester Nachwuchsfilm bei den First-Steps-Awards 2019.

"FIaraz Shariat ist mit „Futur Drei“ ein Film gelungen, der das Herz am rechten Fleck hat und einen sehr wertvollen Beitrag zum aktuellen Flüchtlings-Diskurs beiträgt. Dabei ist er erfrischend lustig, ungewohnt unbeschwert und verliert seine wichtige, anti-rassistische Message trotzdem nie aus dem Auge: die Zukunft gehört uns!" Uncut Movies.
"Das Ergebnis ist beeindruckend. Nicht nur der vielschichtigen Perspektiven wegen, die zeigen, dass deutscher Film auch anders kann als heteronormative Geschichten weißer Figuren zu erzählen. Auch die visuelle Ästhetik macht Futur Drei außergewöhnlich. Halb Musikclip, halb dokumentarisches Homevideo wächst der Film noch während der Handlung – bis er am Ende ein echtes Arthouse-Meisterwerk wird." Zeit online, ze.tt

Termine:
Do. 1.10., Sa. 3.10., Mo. 5.10. + Mi. 7.10. / 20:30
So. 4.10. + Di. 6.10. / 18:00

 

Kokon

2020, Regie: Leonie Krippendorff, 
mit Lena Urzendowsky, Jella Haase, Lena Klenke, Elina Vildanova
95 Min. 

Mitten in Kreuzberg am Kottbusser Tor, im turbulenten Herzen Berlins, wächst Nora auf. Auf ihrem Weg ins Erwachsensein fühlt sie sich ziemlich verloren. Die Verwandlung ihres Körpers zu dem einer jungen Frau löst Unsicherheit bei ihr aus. Sie verbringt viel Zeit mit ihrer großen Schwester Jule und deren bester Freundin Aylin. Bei denen dreht sich alles ums Aussehen und Selbstdarstellung in den sozialen Medien. Damit kann Nora nichts anfangen. Denn sie ist eher zurückhaltend und anstatt über Mode und Jungs zu reden, stellt sie fest, dass sie Mädchen schön findet. 
Als die wilde Romy in ihr Leben tritt, lernt Nora zu sich und ihrem Körper zu stehen. Kann es sein, dass Menschen sich selbst erst dann richtig lieben lernen, wenn es jemand anderes auch tut?

"Eine behutsame Annäherung zweier junger Frauen, eindrücklich gespielt von Lena Urzendowsky und Jella Haase. Eröffnungsfilm der Generation 14plus bei der Berlinale 2020." (berlinale.de)
"Es ist ein seltenes Glück, einen Film wie Kokon erleben zu dürfen, der die Möglichkeit der Freiheit seiner Figuren von Grund auf mit ihnen und mit seinen Zuschauer*innen denkt. Darin öffnen sich Bilder, die nichts neu erfinden, die keine bahnbrechenden Metaphern schöpfen, die das aber auch nicht müssen: Sie ermöglichen etwas so viel Schöneres, indem sie teilhaben lassen am Beginn der Freiheit einer jungen Frau." (kino-zeit.de)

Termine:
Fr. 2.10., Sa. 3.10., Di. 6.10. / 20:00
So. 4.10., Mo. 5.10., Mi. 7.10. / 17:30
Do. 8.10., Mo. 12.10., Mi. 14.10. / 20:30
Di. 13.10. / 18:00

 

Uferfrauen - Lesbische L(i)eben in der DDR

D 2019, Regie: Barbara Wallbraun, 115 Min.,
Publikumspreis Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2019 

Wie sah lesbisches Leben in der DDR aus? Lange hielt sich der Trugschluss, man habe es als Lesbe im Osten einfacher gehabt als im Westen. Dabei führten viele Lesben in der DDR ein gewöhnliches, den heteronormativen Ansprüchen genügendes Leben, mit Mann und Familie – ihre gleichgeschlechtlichen Liebschaften mussten oftmals im Geheimen stattfinden, aus Angst vor staatlicher Repression und Überwachung durch die Stasi.
Lesbische Realitäten gehören noch immer zu den unterrepräsentierten Themen in der Aufarbeitung queerer deutscher Geschichte. In ihrem Debutfilm holt Barbara Wallbraun sechs Zeitzeuginnen vor die Kamera, die von ihren Lebensumstände als lesbische Frau in der DDR schildern. 

"Ein wichtiges Stück Oral History zu privater Hypokrisie, staatlicher Repression und aufmüpfigem Eigensinn..." (Silvia Hallensleben / epd-film)
"Ein wichtiges Zeitdokument – und eine Blaupause für die Zukunft." (missy-magazine)
"Die Widerständigen – Mit ihrem Dokumentarfilm „Uferfrauen - Lesbisches L(i)eben in der DDR“ beleuchtet Barbara Wallbraun auf eindringliche Weise ein bisher wenig beachtetes Kapitel queerer Zeitgeschichte." (Nadine Lange / Tagesspiegel)

Termine:
Do. 8.10. + Di. 13.10. / 17:30
Mo. 12.10. / 20:00
Do. 15.10., Sa. 17.10., Mo. 19.10. + Mi. 21.10. / 18:00
So. 18.10. + Di. 20.10. / 20:30

 

Der Prinz / QUEERFILMNACHT

CHI/ARG/B 2019, Regie: Sebastián Muñoz, mit Juan Carlos Maldonado, Alfredo Castro, Gastón Pauls, 96 Min., span. OmU

Chile 1970: Jaime hat seinen besten Freund in einem Anfall leidenschaftlicher Eifersucht getötet und kommt dafür ins Gefängnis von San Bernardo bei Santiago de Chile. Dort trifft er Potro, den „Hengst“, der hier das Sagen hat. Er nimmt Jaime unter seine schützenden Fittiche, und aus Jaime wird „der Prinz". Zwischen den zwei Männern, die sich nach Zärtlichkeit und Anerkennung sehnen, entwickelt sich eine Liebesbeziehung voller Loyalität. Doch ihr Leben im Gefängnis bleibt von Gewalt und brutalen Machtkämpfen beherrscht.
„Der Prinz“ basiert auf einem Buch von Mario Cruz, das als obskurer Schundroman gilt. Gewinner des Queer Lion Awards 2019 bei den internationalen Filmfestspielen in Venedig.

"Mit pulsierenden Bildern fängt Regisseur Sebastián Muñoz eine schwule Beziehung an einem brutalen Ort ein, der zugleich besondere sexuelle Freiheiten bietet. „Der Prinz“ basiert auf Mario Cruz’ berüchtigtem Pulp-Roman, der parallel zum Film erstmals in deutscher Übersetzung erscheint, und zeichnet ein faszinierendes Porträt Chiles kurz vor dem Amtsantritt Salvador Allendes." (queerfilmfestival.net)
"Striking in its damp claustrophobic aesthetic and powerful erotic imagery, The Prince is an impressive look at sexual awakening and humankind’s need for connection. Paying homage to Genet and Fassbinder, Sebastián Muñoz’s film is also engrossing in its depiction of early 1970s Chilean prison life." (Culture Fix – Pop Culture Junkies)
"Inspired by Jean Genet’s sensual gay arthouse classic "Un Chant D’Amour", Muñoz’s Spanish-language prison saga finds beauty among the shifting alliances and dilapidated concrete walls.“ (Metro Weekly)

Termin:
Fr. 16.10. / 20:00

 

 

zu sehen im: CITY 46 // Birkenstr. 1 - 28195 Bremen //
Telefon: +49 421 957 992 90 // tickets@city46.de
   
viel Spaß im Kino und herzliche Grüße
vom queerfilm-Team

 
 
 

 

 

 

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